Trainingskleidung

Wie jedes Jahr gibt es am Ende der alten Saison wieder neue Trainingskleidung für die kommende Saison.

 

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Otto Braun, der Motor der Crailsheimer Leichtathletik

2019 feiert Otto Braun seinen 70sten Geburtstag. Über 50 Jahre brachte er sich an vorderster Front aktiv ein bei den Leichtathleten des TSV Crailsheim, am Anfang als Athlet, schon in sehr jungen Jahren und auch lange als Abteilungsleiter, aber auch und auch derzeit noch als Abteilungsleiter und Trainer.

Als Jugendlicher kam Otto Braun 1966 von Rot am See mit großem Talent und Leidenschaft  für die Leichtathletik nach Crailsheim. In dieser Zeit hatte die Leichtathletik in Crailsheim eine gewisse Dynamik durch die engagierte Teilnahme des TSV beim DMM (deutsche Mannschaftsmeisterschaft). Ab 1968 verstärkte er als Aktiver erheblich die Mannschaft in der Landesliga. Durch seine Affinität zum Mehrkampf, noch heute ist er Vereinsrekordhalter im Internationalen Fünfkampf, Zehnkampf und Stabhochsprung, wurde er zur wertvollen Stütze und steuerte viele Punkte bei beim Sprint, wie auch beim Sprung und beim Wurf.

Schon bald zeigte sich bei Otto aber eine weitere große Stärke, nämlich das Interesse daran, dass die Leichtathletik im TSV einen fundierten Aufbau erhält. Stellschrauben für Erfolg wurden von ihm an vielen Ecken angebracht. Anfang, Mitte der 70er Jahre wurde erstmals eine Schülergruppe zusammengestellt. Zu der damaligen Zeit war es noch eine Art Zufall oder Glück, wenn Jugendliche den Weg zu der Leichtathletik fanden. Crailsheim bekam die Großsporthalle, Otto kämpfte mit, dass die Leichtathleten alle 4 Sektoren für eine Trainingszeit erhielten. Schon an vorderster Front war Otto, als es im neuen Stadion um die Frage ging, kommt ein Kunststoffbelag auf die Laufbahn. Davor hatte Crailsheim nur eine 300m-Aschenbahn mit 4 Bahnen um den oberen Sportplatz (selbst für die alten Crailsheimer Leichtathleten heutzutage kaum noch zu erahnen). Keine Frage war, dass zur Einweihung des neuen Stadions auch ein Leichtathletiksportfest stattfinden musste. Otto war da dann schon Abteilungsleiter und voll in seinem Element. Es wurden Helfer benötigt, es brauchte ausgebildete Kampfrichter, es brauchte Werbung. Überall agierte er mit großem Einsatz mit großem Erfolg. Aus dem Eröffnungssportfest entwickelte sich daraus dann auch das Flutlichtsportfest. Über viele Jahre war dies ein nicht wegzudenkender Tag im Terminkalender der Leichtathletik. Es lockte den Weltmeister Patrix Ilg nach Crailsheim, den mehrfachen deutschen Meister im Stabhochsprung Günter Lohre, den Europameister über 800m Peter Ferner, den Medaillengewinner im Zehnkampf Siggi Wentz und den Goldmedaillengewinner Dieter Baumann sowie Athleten aus den USA, Neuseeland und Israel und viele mehr, wovon heute noch die imposante Liste der Stadionrekorde im Schönebürgstadion aufzeigt.

Irgendwann brauchte es für so ein wichtiges Sportfest eine elektrische Zeitmessung. Das war wieder eine Aufgabe für unseren Otto. Daraufhin gelang es ihm auch württembergische Meisterschaften nach Crailsheim zu holen. Doch damit war sein Wirkungspotential noch nicht ausgeschöpft. Über Jahre organisierte er für die Leichtathletikjugend ein Ostertrainingslager, über Jahre forcierte er einen Sportaustausch mit der tschechischen Stadt Marianske Lazne (Marienbad). Dies war zu damaliger Zeit, als es noch den Ost-West-Konflikt gab, eine ungewöhnliche, eine auch diffizile Angelegenheit.

Noch viele Aktionspunkte könnten herangezogen werden mit Otto als Initiator, als Mentor, als Motor - doch man würde sich wohl verzetteln.

Viele Jahre, sehr viele Jahre sind seither vergangen, aber noch immer ist Otto voll 'verbandelt' mit der Leichtathletik. Noch immer hat er großen Spaß an der Leichtathletik, mit ihr ist es halt am schönsten. Noch immer hat Otto am Organisieren viel Vergnügen, es ist halt das Schönste. Seine Treue und Leidenschaft zur Leichtathletik ist einfach großartig und unumstößlich.

Speziell in den letzten Jahren gefällt ihm auch seine Trainertätigkeit sehr gut und auch da ist er voll im Einsatz. Um noch einmal auf die lange Zeit aufmerksam zu machen, die er der Leichtathletik schon gewidmet hat, um einen Bogen zu spannen, betreute er in letzter Zeit mit Jonathan und Simon Vogt erfolgreiche Diskus- und Hammerwerfer. Sie sind die Enkel von Karl Baumann eines Weggefährten von Otto aus den 60er, den 70er Jahren, weiter kümmert er sich um Marie Koch bei ihren Deutschlandaufenthalte.

Vielleicht und auch hoffentlich kommt weiterhin noch reizvolles auf ihn zu von der Leichtathletik, seiner Leichtathletik.

(ug)

„Da steckt zu viel Herzblut drin“ 

 
Schon als junger Erwachsener hat Otto Braun sein Wissen an den Nachwuchs weitergegeben. So legte er die Prüfungen für die C- und B- Lizenz des Württembergischen Leichtathletikverbandes und 1980 für die A-Lizenz des Deutschen Leichtathletikverbandes ab und ist als Coach beim TSV Crailsheim im Nachwuchsbereich tätig. Immer noch hält er einige Bestleistungen im internationalen Fünfkampf, Zehnkampf und Stabhochsprung beim TSV. 
 
Sie sind inzwischen 69 Jahre alt und haben 2007 nach fast genau 30 Jahren Ihr Amt als Abteilungsleiter abgegeben. Wie kam es zu dieser überraschenden Wendung? 
Otto Braun: Ich habe damals aufgehört, weil ich mit dem Stadionumbau beschäftigt und als stellvertretender Vorsitzender des Gesamtvereins ziemlich ausgelastet war. Zudem wollte ich mich mehr auf Betreuung und Training der Leistungssportler konzentrieren. Als Kadertrainer hatte ich in dieser Zeit nur noch wenig mit der Abteilung zu tun, sondern stand meistens mit den Landes- und Bundestrainern in Verbindung. Da war ich schon mal 5000 bis 6000 Kilometer im Jahr unterwegs. Nachdem Brigitte Vogt das Amt nun aus zeitlichen Gründen nicht mehr ausüben konnte, habe ich mich für das Amt des Abteilungsleiters zur Verfügung gestellt. 
 
Was sind die wichtigsten Aufgaben als Trainer? 
Im Leistungsbereich ist es sicherlich die Periodisierung, also den Athleten zum richtigen Zeitpunkt in die bestmögliche Form zu bringen. Während des Wettkampfes kann man den Sportler taktisch und psychologisch unterstützen. Ganz wichtig ist, dass die Chemie zwischen Trainer und Sportler stimmt. Mein persönliches Highlight war 2006 die württembergische Meisterschaft im „deutschen SchülerMannschaftswettbewerb“ der Schülerinnen U 16 in Heilbronn. Mit Marie Koch will ich in diesem Jahr bei den deutschen Meisterschaften U 23 unter die ersten acht kommen. In meiner Leistungsgruppe waren außerdem noch Jonathan und Simone Vogt bei württembergischen und süddeutschen Meisterschaften erfolgreich am Start, die ich inzwischen aber nicht mehr trainiere. Marie Koch studiert in den USA und hat sich im Kugelstoßen auf 11,77 Meter verbessert und kann deshalb nur in den Sommermonaten in Deutschland bei mir ins Training. Seit zwei Jahren trainiere ich deshalb wieder die Zehn- bis Elfjährigen – zurück zu den Wurzeln sozusagen. Mit dieser Altersgruppe habe ich Anfang der 1970er-Jahre auch als Trainer begonnen. 
 
Sie könnten bereits der Urgroßvater der Kinder sein, die Sie momentan trainieren. Gibt es da nicht einen Generationenkonflikt? 
Ich verstehe nicht mehr alles, was die Kinder heutzutage machen, aber die Kinder verstehen noch alles, was ich sage. Sie akzeptieren mich trotz des großen Altersunterschiedes. Nach dem Training nutze ich Videos zur Analyse und auch die neuen Medien zum regelmäßigen Austausch. Zudem habe ich mit Annika Vogt und Sabine Horlacher zwei jüngere Mittrainerinnen, die die Sprache der Kids sprechen und bei denen sie ihren Spieltrieb ausleben dürfen. Wir ergänzen uns prima, ich kümmere mich um das Rhythmusgefühl, die Koordination und das Erlernen der einzelnen Leichtathletikdisziplinen. 
 
Was waren die Beweggründe dafür, dass Sie auf Ihren alten Posten zurückgekehrt sind? 
In meiner Lebensplanung war nie vorgesehen, dass ich noch mal Abteilungsleiter werden würde. Nachdem Brigitte Vogt aufgehört hatte, habe ich gehofft, dass sich ein junges Team an der Abteilungsspitze finden könnte, das ich als Stellvertreter mit meiner Erfahrung noch ein wenig unterstütze. Das hat allerdings nicht geklappt und deshalb bin ich dann selbst wieder zur Wahl des Abteilungsleiters angetreten. Da steckt zu viel Herzblut drin, ich kann die Abteilung in dieser schwierigen Phase nicht im Stich lassen. 
 
Was blieb Ihnen am meisten in Erinnerung von Ihrer ersten Amtsperiode? 
Die drei Umbauten des Schönebürgstadions, wobei man vor allem den letzten mit dem Tribünenbau als vollen Erfolg werten darf. Meine Ideen fanden fruchtbaren Boden und mit Baubürgermeister Holl einen Mann, der sie optimal umgesetzt hat. Zudem waren die Leichtathleten des TSV Crailsheim in Württemberg früher eine feste Größe und fanden sich in der Vereinswertung immer um Platz 10 wieder. Inzwischen sind wir auf Rang 42 abgerutscht. Das will ich unbedingt ändern und hoffe, dass wir uns wie früher bald in höheren Sphären wiederfinden. 
 
Wie wollen Sie dieses Ziel erreichen? 
Wichtig sind insbesondere die Trainer und da haben wir viele fleißige und erfahrene Frauen und Männer in der Abteilung. Wir müssen allerdings wieder wettkampforientierter denken, das Wettkampfverhalten muss sich ändern. Deshalb ist es wichtig für den Nachwuchs, dass wir an mehr Wettkämpfen teilnehmen beziehungsweise solche auch selbst ausrichten. Ich sehe dafür jetzt schon positive Ansätze. Schon in diesem Jahr will ich die Frankenmeisterschaften nach Crailsheim holen. Ich hoffe, dass wir in ein paar Jahren bei Landesmeisterschaften wieder deutlich stärker vertreten sind. Allerdings weiß ich auch nicht, ob meine neuen Ansätze erfolgreich sind – das wird sich zeigen. Wichtig finde ich allerdings, dass ich diesen Ehrgeiz und dieses Engagement, das ich von den Nachwuchssportlern erwarte, vorlebe, dann stehen auch alle dahinter. Als Vorsitzender des LeichtathletikKreises Schwäbisch Hall will ich außerdem die ganze Region mit ihren Vereinen stärken. Einige Veranstaltungen in Ilshofen, Schwäbisch Hall und Schrozberg sind im alljährlichen Terminkalender bereits fix verankert. 
 
Was wollen Sie als neuer Abteilungsleiter erreichen? 
Ich will die Stadion- und die stadionferne Leichtathletik wieder unter einen Hut bringen und insgesamt sportlich erfolgreicher werden. Dafür muss ich jetzt erst einmal viele Gespräche führen. Ich hoffe, dass ich viel erreiche. Toll ist, dass Brigitte Vogt als Trainerin und Kassiererin die Abteilung weiterhin unterstützt. Auch von den Trainerinnen und Trainern der anderen Altersgruppen in der Abteilung spüre ich Unterstützung auf diesem Wege. Mein Ziel ist es, zum 175. Jubiläum des TSV Crailsheim in zwei Jahren eine baden-württembergische Meisterschaft ins Schönebürgstadion zu holen. Bis dahin müssen wir allerdings noch einige Kampfrichter ausbilden. Förderlich für eine Bewerbung wären sicherlich, wenn wir bis dahin wieder eine erfolgreichere Jugendarbeit vorweisen könnten. Die Ausrichtung der Meisterschaft wäre sicherlich ein schöner Schlusspunkt meiner Arbeit als Abteilungsleiter beim TSV Crailsheim.
 
 

Ralf Mangold

Crailsheim, den 06.02.2019

 

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Abteilungsversammlung 2019

 

 

Das Protokoll zur Leichtathletik-Abteilungsversammlung 2019 finden Sie hier.

 

 

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